Johannes 2,10 – 2. Sonntag nach Epiphanias

unknown“Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hat den guten Wein bis jetzt zurückbehalten.” -Johannes 2,10

Wenn du jetzt gleich nach Pretoria kommen sollst, bist du wahrscheinlich nervös. Was wird mit den Demonstrationen? Wird das wieder dieses Jahr viel durcheinanderbringen? Letztes Jahr haben sie es gerade noch geschafft, das Semester mit Erfolg zu beenden und Examen zu schreiben. Was ist, wenn die #feesmustfall Leute jetzt noch besser organisiert sind? Bringen sie dann etwa alles zum Stillstand?

Berechtigte Fragen sind sie alle. Und ich habe insgesamt keine Antworten darauf. Dazu gibt es auch sonst niemand, den du fragen kannst, der Bescheid wissen wird. Die Zukunft ist immer unsicher.

Aber es hilft auch nicht so viel, auf das, was schon geschehen ist zu gucken, und darauf hin zu schliessen, was wahrscheinlich sein wird. Oder jedenfalls, wenn du das machst, sieh zu, dass du es mit einem Schuss Gottvertrauen machst.

Du bist wie jemand, der sich bei einer Hochzeit spät hinsetzt und schon den Rumor hört, dass der Wein alle ist. Die besten Stunden seien schon vorbei, und was du bekommst, ist nicht mehr ganz so fröhlich, wie das, was davor war. Ja, so könnte es dieses Jahr laufen: dann werden unter den unangenehmen Umständen intensiver Sicherheitskontrollen die Semester irgendwie durchgeführt, aber Spaß würde es dann nicht unbedingt, und vielleicht auch nicht die beste Bildungschancen.

Oder aber – und hiermit musst du als Christ rechnen – Gott greift überraschenderweise in dein Leben ein und macht es nicht nur erträglich, sondern viel besser als das was du ansonsten erwartet hättest. Dann läuft es so wie auf der Hochzeit von Kana: nicht das, was am Anfang da war, war das beste, sondern das, was Jesus am Ende gebracht hat.

Ich sage nicht, dass es so sein wird, sondern nur, dass es so sein könnte. Manchmal lässt uns Gott auch schwere Sachen durchleiden und bereitet uns so auf die Ewigkeit vor. Als Christen freuen wir uns in dieser und in jener Lage, weil wir wissen, dass Gott unser nicht vergisst, dass er bei allem, was geschieht, uns vor dem Übel schützt.

Und wir wissen dieser anderen Botschaft, die sich an der Hochzeit von Kana so gut veranschaulicht: Erst in Jesus Christus ist die Herrlichkeit Gottes richtig erschienen. Davor hofft man darauf, gerade so mit der eigenen Gerechtigkeit durchzuschlüpfen, aber in Jesus Christus bekamen wir das viel bessere: Nicht nur nicht von Gott weggeschickt zu werden, sondern von ihm als seine eigenen Kinder aufgenommen zu werden. Daher können wir uns in guten und in bösen Zeiten freuen, weil wir wissen, dass sie eben nur Zeiten, und die Ewigkeit unser Erbe ist.

 

1 Kings 8:9 – 1st Sunday after Epiphany

LostArk.jpg“There was nothing in the ark except the two tablets of stone that Moses put there at Horeb, where the LORD made a covenant with the people of Israel, when they came out of the land of Egypt.” – 1 Kings 8:9

What’s in your ark?

It’s a funny question. I don’t have an ark at home. I mean – I do have a big box around. But an ark is a bit more than that. It’s a chest – not for storing anything, but for storing certain special things that deserve their own place.

Like if you had been given something important by God himself. That’s what Moses had in that ark.

The two tablets of stone – those were the original 10 commandments, given by God to Israel through Moses so that they would know how to live their lives in a way that was pleasing to him. That was something worth keeping in a special, holy place – in an ark.

So what’s in your ark?

What’s so important to you that you set it aside, take special care of it, have a particularly special place for it. Remember – we’re probably talking about something in your heart, not in your flat.

But there’s another way to ask: What’s the best gift God has given you? What do you cherish the most? No thinking – answer quick. Because what comes to mind – that might just be what’s in your ark. Your family? Your successes? Your comfortable life? Are these the things you think of when you think of God’s gifts to you?

Is that what’s in your ark?

Those things are God’s gifts to you. But there’s really only one thing that belongs in your ark. It’s the only thing that really makes you God’s child and God your heavenly father. Anything else can disappear, and nothing changes between you and God. But this one thing you can’t take away:

Jesus Christ should be in your ark. Or even more specifically: his death and resurrection – that’s what belongs in your ark. It’s not just the greatest gift ever given, and it’s not even just the fact that it really has been given to you. It’s the gift that you can rely on when everything else could fail you, and when you happen to be enjoying the other gifts, it’s the reason for that too.

Jesus Christ belongs in your ark, because he’s the one who made you into God’s child, who took away all of your sin and gave you a new life to live and a new heart to praise and trust in God.

Of course, as long as the old heart sticks around, you’ll always find yourself stuffing other things into the ark – things that are nice, things that are gifts from God, but things that don’t belong in your ark. The Christian thing to do is to go sniffing around there once in a while. Then take out what doesn’t belong. And then you should see more clearly than ever what remains: Jesus Christ, God’s greatest gift for you.

 

1. Könige 8,9 – 1. Sonntag nach Epiphanias

lostark“Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel schloss, als sie aus Ägyptenland gezogen waren.” – 1. Könige 8,9

Was hast du da drin?

Das ist eine komische Frage. Ich habe zu Hause keine “Lade”. Einen großen Kasten sicherlich, aber eine “Lade” im biblischen Sinne ist was anderes. Das ist zur Aufbewahrung von ganz besonderen Sachen, die einen eignen Platz verdienen.

So wie, wenn Gott selbst dir etwas gegeben hätte. So was hatte Mose in seiner “Lade”.

Die zwei Tafeln waren die ursprünglichen zehn Gebote, die Gott Israel durch Mose gegeben hatte, damit sie wissen könnte, wie sie vor ihm leben sollten. Diese waren so wertvoll, dass einen besondern Aufbewahrungsort verdienten – eine “Lade”.

Was hast du in deiner?

Was ist dir so wichtig, dass du es zur Seite hältst, dich besonders darum kümmerst, dass du dafür einen besondern Platz hast? Wohl ist das etwas in deinem Herzen, und nichts aus der Wohnung.

Ich kann anders fragen: Was ist das beste Geschenk, dass du von Gott hast? Was schätzt du am meisten? Denk nicht darüber nach, sondern antworte schnell. Denn was dir einfällt – es mag gut sein, dass das es ist, was in deiner “Lade” ist. Ist es Familie? Erfolg? Dein bequemes Leben? Sind das die Sachen, die dir einfallen, wenn du an Gottes Gaben an dich denkst?

Ist das es, was in deiner “Lade” ist?

Ganz sicher sind das Gottes Gaben an dich. Aber nur eine Sache gehört in deine “Lade”. Es gibt nur eine Sache, die dich zu Gottes Kind und Gott zu deinem himmlischen Vater macht. Alles andere kann verschwinden, und zwischen dir und Gott ändert sich nichts. Aber diese eine Sache kann nicht verschwinden:

Jesus Christus soll in deiner “Lade” sein. Genau genommen sein Tod und seine Auferstehung – diese gehören in deine “Lade”. Das ist nicht einfach nur das größte Geschenk aller Zeiten, und es geht auch nicht darum, dass du es in allem Ernst auch empfangen hast. Es geht darum, dass es die Gabe ist, auf die du zählen kannst, wenn alles andere dich verlässt, und auch der Grund, weshalb du alle anderen guten Gaben Gottes genießen und schätzen kannst.

Jesus Christus gehört in deine “Lade”, weil er es ist, der dich zu Gottes kind gemacht hat, dir die Sünden weggenommen hat und dir ein neues Leben und ein neues Herz zum Lobe und Vertrauen auf Gott geschenkt hat.

Natürlich ist es dennoch so: solange das alte Herz noch da ist, wirst du immer wieder mal etwas anderes in deine “Lade” reinlegen – schöne Sachen, auch Geschenke Gottes, aber eben nicht die Sachen, die alleine da reingehen. Christlich ist dann, hin und wieder mal noch mal nachzuschauen, was da so drinne ist. Dann nimmst du die falschen Sachen raus. Und bleibt, bleibt noch so deutlicher: Jesus Christus, Gottes größte Gabe an dich.

 

We’re off!

Hi and welcome to the Lutheran@UP website. If you’re reading this message, it’s because you’re one of the first visitors to the site. If you click around a bit, you’ll see what’s here and some of what’s coming, but I’d like to tell you myself as well.

Almost the only content on the site right now is a devotion posted May 28 on John 16:23. Feel free to give it a read. I’ll be posting one of these every Wednesday. The main purpose of this website is to support Lutheran campus ministry work at the University of Pretoria, South Africa, so the devotions are there to give the students a glimpse into God’s word for the strengthening of their faith mid-week-ish. That’s after all, what such things are for. I’ll be keeping them all about the same length as that one, and at that length, you can’t have to many tangents, so it should be easy to always tag them like I did this one: Devotion, English, Gospel of John, Prayer. These tags aren’t that useful with just one text posted, but once things begin to add up, these will help in sorting and finding past posts. [The site is a wordpress blog, so posts are what we’re working with here.]

I also plan to use the site to publish shorter texts that accompany bible studies I’ll be teaching once things get rolling here in Pretoria. So those should appear in between the devotions, though maybe not right away.

The link in the menu bar to “Arcadia Lutheran Ministries” is worth having a look at if you’re wondering if I’m not getting a little ahead of myself, just deciding to buzz down to South Africa (I’m an American) and do Lutheran ministry at UP. Those are the churches, etc. in Pretoria who have students at the University, without whom I most certainly would not be here.

I’ll spare you the list of parts of the website that are still under construction. A few things I hope to bring online soon are passworded under “new stuff.” So you can see the list, but not access them. In the meantime, read the posts, comment below them, and contact me directly! We’re off!

-Pastor Corzine

PS You may have noticed everything repeated in German. Or is English the copy? At any rate, a whole lot of our students speak German, so we’re doing double duty here on the website…

Here it is…

Hallo und herzlich Willkommen auf der Lutheran@UP-Webseite! Wer diese Nachricht liest gehört wahrscheinlich zu den allerersten Besuchern unserer Seite. Wenn Du ein bisschen rumklickst wirst Du sehen können, was so da ist und was wir noch so vorhaben, aber ein paar Sachen nennen ich Dir auch selber.

Fast der einzige Inhalt auf der Seite gerade ist eine Andacht vom 28. Mai zu Johannes 16,23. Schau da mal rein! Ich werde so was jeden Mittwoch hochladen. Der Hauptzweck der Webseite ist die Unterstützung lutherischer Studentenarbeit an der Uni Pretoria in Südafrika. So sind die Andachten gerade dazu da, um den Studenten unter der Woche einen Blick in Gottes Wort zu verleihen und so den Glauben zu stärken. Dazu hat man ja Andachten.. Sie werden alle in etwa diese Länge haben, was bedeutet, dass sie beim Thema bleiben müssen! So kann ich sie mit Stichworten versehen, wie bei dieser: Andacht, Deutsch, Johannesevangelium, Gebet. Diese “Tags” sind nicht so nützlich bei nur einem Text, aber wenn ich schon ein paar gepostet habe, wird es das Suchen und Sortieren leichter machen. [Die Seite ist im Grunde nichts als ein Blog – von daher geht’s immer um neue Posts oder Einträge.]

Ich habe auch noch vor, manchmal kürzere Texte zu posten zu Themen, auf die ich dann in Bibelstunden dann hier näher eingehen werde. Das muss aber erst noch losgehen. Die werden, jedenfalls, zwischen den Andachten erscheinen.

Oben in der Menüleiste ist vielleicht ganz interessant der Link “Arcadia Lutheran Ministries”. Falls Du Dich fragst, wie ich auf die Idee komme, mal nach Südafrika zu fliegen um hier Studentenarbeit zu machen, wird’s da deutlich, dass es nicht meine Idee war, sondern dass hier Kirchen sind, die das wollen und mich dazu berufen haben.

Manches wird noch gebaut. Das liste ich hier nicht auf. Aber unter “new stuff” kann man ein paar Sachen sehen, die noch kommen. Ohne Passwort kommt man nicht rein – ist aber nicht fertig! Bis dahin aber herzliche Einladung alles zu lesen und zu kommentieren, und auch herzliche Einladung, mich mal direkt zu kontaktieren. Wir starten jetzt!

-Pastor Corzine

Und ja: natürlich ist alles doppelsprachig. Also guck immer wenn Du englisch siehst aber lieber deutsch liest, ob nicht doch noch weiter unten eine Übersetzung (die ist manchmal auch die originale Fassung!) vorliegt.

Living by faith at the University of Pretoria